Session Work Records
The finest in contemporary Jazz and improvised music
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Mit einer Band, also mehreren beteiligten Musikern einem Entwicklungsprozess zu unterliegen ist fast spannender, als so etwas alleine durchzumachen. Wir alle teilen gemeinsame Vorbilder, Lieben und doch entwickelt sich jeder unterschiedlich, in andere Richtumgen und unterschiedlich schnell.... Was aber passiert ist, dass wir im Vergleich zu unserem Debutalbum wirklich so was wie eine Stilistik geprägt haben, zumindest für uns selbst. Wir hatten nie das Gefühl, die aufgenommenen Takes würden sich nicht vertragen oder unser Sound würde zu einer Komposition nicht passen. Es kommt alles sehr homogen rüber und das war ein ganzes Stück Arbeit und auch mit personellen Veränderungen verbunden, bei denen eine Freundschaft auf dem Spiel stand. Das neue Album ist frisch. Wir haben die Stücke nicht überprobt, 2 relativ kurzentschlossene Studio- sessions organisiert und relativ neues Material aufgenommen, das wir live noch nicht viel gespielt hatten. Die Aufnahmen entstanden in einer Phase, in der wir als Band sehr stark waren, viel Zeit miteinander verbrachten und alle riesen Bock aufs Spielen hatten (ohne Rücksicht auf Zeit, Finanzen, Verpflichtungen , etc. :-) und ich denke, dass man das der Musik anhört. Die Aufnahmen sind live entstanden. Wir waren alle in einem Raum und konnten uns spüren, nahmen ohne Kopfhörer auf. Es gibt diese eine Stelle bei Flowting, wo man genau hört, wie Peter die Drumsticks verliert. ich liebe diese rohe, down-to-earth Produktion... alles live, keine Solooverdubs, nix am Computer geputztes.... schön! Martin ReiterDas Album, das wir im Herbst 2010 mit "The Flow" releasen, ist unser zweiter Tonträger und hat den Titel "Origination", was so viel bedeutet wie Entstehung, Schaffung. Wir haben uns mit dieser Produktion bewusst Zeit gelassen, um eben diesem Prozess des Schaffens genügend Raum zu geben. Dieser entspannte Umgang mit der Musik hat es uns ermöglicht, ohne jeden Druck einen sehr charakteristischen Bandsound zu finden, der sich wie ein roter Faden durch die Kompositionen der einzelnen Musiker zieht. Ich freue mich besonders darauf, die CD live zu präsentieren, da das Material für uns noch sehr unverbraucht ist und wir mit diesem Album eine super Ebene für´s gemeinsame Musik machen geschaffen haben. Andi Tausch
1 THE RITE ( P Kronreif) heisst so viel wie "Ritus"
2 "Flow-Flow" (M Reiter) diesen Begriff hat Anna, eine liebe Freundin von mir geprägt, die mich auf das Buch von Mihaly Csikszentmihalyi "FLOW. Das Geheimnis des Glücks." aufmerksam gemacht hat. Damals hiess die Band schon so, das erste Album hatte ich ihr geschenkt und bekam ein sms von ihr, sie hätte einen Flow-flow :-)
3 "STRANGE CAT" (A Tausch hat eine Doppelbedeutung: einerseits ist das Stück eine Widmung an alle verrückten, manchmal leicht autistischen Jazzmusiker, die ich bisher kennengelernt habe. Gleichzeitig erinnert mich der Begriff immer an die äußerst schräge Katze von meiner Schwester, die sich oft grundlos aggressiv und verhaltensoriginell verhält.
4 Truc (M Reiter) Truc heisst einerseits "Ding" oder Sache auf Französisch und ist andereseits Curt von vorne nach hinten gelesen habe. Nachdem ich Curt Rosenwinkel als Komponisten liebe, wollte ich ihm diese Ballade sozusagen widmen...
5 Chick sent me Hailey ( M Reiter) ist ein Versuch, den Namen eben jenes Autors zu verballhornen und doch zu einem auf Englisch sinnvollen Gefüge zu machen. Mihaly Csikszentmihalyi schreibt davon, wie FLOW in der Psychlogie funktioniert, wie es einem damit geht und wie man Flow erreichen kann. Das schönste Gefühl auf der Welt ist es, wenn man als Band gemeinsam im Flow ist, auf der Bühne, während eines Konzertes, wenn die Musik so richtig aufgeht und Zeit keine Rolle mehr spielt
6 Nu King (M Reiter) bedeutet nichts besonderes, ausser dem Nu anstatt New . . .. Jojo und ich haben viel in einem musikalischen Bereich zusammengearbeitet, der sich Nu Jazz nennt. Dieser Stilistik entspricht die Komposition jedoch nicht.....
7 "WINDMILL" (A Tausch) hat mit Don Quijote nichts zu tun. Mit dieser Komposition habe ich versucht, die Bewegungen einer Windmühle zu vertonen. Ich mag den Gedanken, dass diese Objekte Energie aus der Luft beziehen.
8 Flowting ( M Reiter) Flowting entstand während der Vorbereitung auf ein Duo-Konzert mit Pablo Held in Köln. Pablo ist fast 10 Jahre jünger als ich und ein gewaltiges Talent am Klavier. ich habe beim proben mit ihm sehr viel gelernt und vor allem harmonisch aufgemacht und neue Elemente als Komponist zugelassen... das Stück ist irgendwie auch Pablo gewidmet
9 "BERLIN IN A GLASS SPHERE" (A Tausch) Dieses Stück entstand, als wir letzten Winter mit "The Flow" in Berlin spielten. Es hat sehr heftig geschneit und die Stimmung der Stadt erinnerte mich an die einer geschüttelten Glaskugel.
10 into deep (Jojo Lackner) wenn ich für Jojo sprechen darf, dann hat er die Nummer so genannt, weil sie für ihn so was wie Tiefe vermittelt - musikalisch, inhaltlich, was auch immer :-) (Martin)
Musiker:
Andi Tausch - Guitar
Martin Reiter - Electric Piano
Jojo Lackner - Bass
Peter Kronreif - Drums
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